Visualisierungen

Machen Sie sich selbst ein Bild, wie der Windpark aussehen wird

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Visualisierungen - Teil 1
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Visualisierungen - Teil 2
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Zur Erläuterung: Visualisierungen sind nur dann eine Grundlage für eine objektive Meinungsbildung, wenn sie der geplanten Situation genau entsprechen, also "realitätsnah" sind. Dazu müssen bestimmte Regeln befolgt werden:

  • Die Fotoaufnahme soll dem natürlichen Sichtfeld des Menschen entsprechen, d. h. dem Blick mit dem bloßen Auge. Deswegen dürfen für die Aufnahmen keine Teleobjektive, die wie Ferngläser wirken, oder Weitwinkelobjektive verwendet werden, sondern nur sogenannte Normalobjektive.
  • Die Windenergieanlagen sollen in ihrer genauen Lage und Größe, aber auch in Gestalt, Farbe usw. exakt so aussehen, wie sie später in der Realität sichtbar sein werden.
  • Die Einpassung in das Foto muss sehr genau erfolgen. Bäume, Gebäude, selbst Leitungen oder einzelne Äste, die vor der Anlagen liegen, müssen deswegen aufwendig freigestellt werden.
  • Die Wirkung von Wetter, Belichtung, Schatten auf dem Foto und der Windenergieanlage sollen aneinander angepasst werden.
  • Werden diese Regeln nicht befolgt, wirken die Windräder fremder, größer, womöglich bedrohlicher, als es tatsächlich der Fall wäre.

Erstellt wurden die Visualisierungen von der Professur für Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume der Technischen Universität München. In die Fotos einmontiert wurden Bilder von Windenergieanlagen des größten, zur Zeit am Markt verfügbaren Typs. Dies wären Anlagen von Siemens Gamesa mit einer Nabenhöhe von 165 Metern, einem Rotordurchmesser von 170 Metern und einer Gesamthöhe von 250 Metern. Diese Anlagen sind so neu, dass es von ihnen noch keine echten Fotos gibt, sondern nur Zeichnungen und sogenannte Renderings. Damit sie aber so real wie möglich wirken, wurden hier echte Fotos eines kleineren Typs an die neuen Maße und Formen angepasst. Sollten Anlagen eines anderen Typs oder Herstellers (wie Enercon, Nordex, Vestas etc.) gebaut, werden sie sich nur im Detail unterscheiden, aber nicht in der landschaftlichen Wirkung.


Infos zur Bürgerbeteiligung

Die Aufzeichnung der Info-Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung finden Sie hier:

https://windenergie-hofoldinger-forst.stream1.eu/



Daten und Fakten zur Windenergie

Stand der Technik

Ökobilanz

Genehmigung

10H-Regelung


Artenschutz

Klimaschutzleistung

Landschaft

Versorgungssicherheit


Schwachwindgebiet

Gerechtigkeit

Schall

Schattenwurf


Infraschall

Nachtbefeuerung

Rückbau & Recycling


Alle Daten und Fakten zur Windenergie finden Sie auch nochmal kompakt in unserem Faktenpapier zusammengefasst:

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Daten und Fakten zur Windenergie
2020-07-09-Faktenpapier_Hofoldinger_Fors
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© Ein Informationsangebot der Energieagentur Ebersberg-München gGmbH


FAQ - wichtigste Fragen und AnTworten

Prozess / Verfahren / Terminierung

Wie ist der weitere Zeitplan?

Im Januar 2021 wurde in den Gemeindegremien über die Weiterverfolgung des Projektes beschlossen. Die Baugenehmigung eingereicht werden konnte im April 2023. Genehmigt wurde sie am 04. Oktober 2023. Baubeginn war dann Anfang 2024. Wir rechnen mit einer Bauzeit von ca. einem Jahr, so dass die Inbetriebnahme für Frühjahr 2025 terminiert ist. 

 

Von wieviel Windrädern sprechen wir im Hofoldinger Forst?

Die aktuellen Planungen umfassen drei Windenergieanlagen. Für jede Gemeinde ist eine Bürgeranlage geplant.

 

Welchen Vorteil hatte der Zusammenschluss zur ARGE?

Der Zusammenschluss zur ARGE bot viele Vorteile, da einige Synergieeffekte genutzt werden konnten. Die Planungskosten und Kosten der artenschutzrechtlichen Prüfung konnten dank der interkommunalen Zusammenarbeit der Gemeinden und der Landkreise aufgeteilt werden. Der Verwaltungsaufwand Wurde damit reduziert. Zusätzlich konnte auch bei der Windmessung von dem Parallelprojekt im Höhenkirchner Forst Vorteile genutzt werden.

Rechtliches

Wem gehören die benötigten Grundstücke heute?

Eigentümer der Flächen sind die Bayerischen Staatsforsten. 

Klimaschutz / Energiewende / Energieerzeugung / Versorgungssicherheit

Warum werden nicht vorhandene mögliche Ressourcen wie Photovoltaikanlagen auf (Wohn)Dächern und zukünftige moderne Technologien wie Wasserstoff konsequent genutzt zur grünen, alternativen Energiegewinnung? Warum muss ein Wald verletzt werden, wenn er doch aufgrund des Klimas schon überdimensional beansprucht wird?

Es ist wichtig, dass alle Potenziale, vor allem auch die Photovoltaikpotenziale auf Dächern, ausgeschöpft werden. Wir sind auf einen Mix an erneuerbaren Energien angewiesen, wenn die Energiewende gelingen soll. Photovoltaik und Windstrom ergänzen sich sehr gut, da der Wind häufig weht (nachts und im Herbst/Winter), wenn die Erzeugung durch die Sonne abnimmt. Wasserstoff ist keine Energiequelle, sondern nur eine mögliche Speicherform von Energie. Wasserstoff kann aus Strom oder Erdgas erzeugt werden. Grüner Wasserstoff muss aus erneuerbaren Energien, also aus überschüssigem Photovoltaik-, Wind-, Wasser- und Biogasstrom erzeugt werden, wenn er einen Beitrag zur Energiewende leisten soll. 

 

Wer sichert den Wind, wenn wir ihn brauchen und woher kommt der Strom bei Windflaute und Dunkelheit?

Photovoltaik und Windenergie ergänzen sich ganz hervorragend. Die Sonne scheint vorwiegend im Sommer und tagsüber. Der Wind nimmt in den Abend- und Nachstunden sowie im Winter zu. Ergänzt werden müssen diese beiden Technologien mit Biomasse und durch geeignete Speichersysteme.

 

Stimmt es, dass eines der geplanten Windräder in etwa so viel Strom liefern würde wie PV-Anlagen auf 1.000 Einfamilienhaus-Dächern?

Das ist richtig, wenn man den Jahresstromertrag eines Windrads von 7 Mio. kWh mit dem Stromertrag einer PV-Anlage vergleicht: Mit 1 Kilowatt peak (kWp) produziert man jährlich bei einer Südausrichtung rd. 1.000 kWh Solarstrom. Die meisten PV-Anlagen auf Hausdächern von Einfamilienhäusern sind zwischen 5 kWp und 10 kWp groß. 1.000 Einfamilienhäuser mit einer 7 kWp großen PV-Anlage können demnach genauso viel Strom erzeugen, wie eine Windenergieanlage.

 

Wieviel qm Solaranlage könnten für die Kosten der Windkraftanlagen gebaut werden?

Dies ist schwer zu pauschalisieren. Eher können die Stromgestehungskosten von Photovoltaik mit denen von Windenergieanlagen verglichen werden. Die Stromgestehungskosten für PV-Anlagen (je nach Anlagentyp und Einstrahlung) liegen zwischen 3,71 und 11,54 Ct/kWh, die Stromgestehungskosten von Onshore-Windenergieanlagen liegen zwischen 3,99 und 8,23 Ct/kWh. Damit sind PV-Anlagen und Onshore-Windenergieanlagen sowohl unter den erneuerbaren Energien als auch den fossilen Kraftwerken im Mittel die kostengünstigsten Technologien in Deutschland. (Quelle: ISE Frauenhofer Stromgestehungskosten erneuerbare Energien März 2018)

 

Wirtschaftlichkeit / Windmessung

Welche staatliche Förderung gibt es bei Windenergieanlagen?

Das Projekt trägt sich durch die für 20 Jahre garantierte EEG-Vergütung aus dem Erneuerbaren Energie Gesetz. Möglichkeiten für kommunale oder staatliche Zuschüsse sind uns nicht bekannt.

 

Zu welchem Strompreis kann der erzeugte Strom verkauft werden?

Windkraftanlagen werden nach dem EEG (Erneuerbaren Energie Gesetz) vergütet. Die Höhe der Vergütung wird mittels Ausschreibung bestimmt. Die nächsten Ausschreibungsergebnisse werden Ende 2023 vorliegen.

  

Welche Windgeschwindigkeiten brauchen die Anlagen, um effizient produzieren zu können? Ist neben zu schwachem Wind, auch Starkwind ein Problem?

Anlagen, die bei uns in Südbayern geplant werden, sind für die regionalen Windverhältnisse mit großen Rotorflächen und den Generatoren optimiert. Daher beginnen sie schon bei wenig Wind Strom zu erzeugen und erreichen relativ bald ihre Nennleistung. So kann möglichst viel Energie aus dem vorhandenen Wind gewonnen werden. Die Anlagen beginnen mit der Stromproduktion bei rund 2 m/s Wind. Die volle Leistung wird bei Windgeschwindigkeiten von ca. 10-12 m/s erreicht. Bis Windgeschwindigkeiten von 25-33 m/s produzieren Anlagen dann auf Volllast. Bei höheren Geschwindigkeiten beginnt die "Sturmabschaltung", bei der mit steigender Windgeschwindigkeit die Flügel langsam aus dem Wind gedreht werden, bis die Anlage zum Stehen kommt. Dies dient dazu, die Anlagenteile bei sehr starken Stürmen zu schonen.

 

Wie hoch ist die Windgeschwindigkeit im Hofoldinger Forst?

Laut Gutachten der einjährigen Windmessung gehen wir von einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 5,6 m/s aus. 

Recycling / Rückbau

Wie erfolgt der Rückbau incl. Recycling der Windrad-Flügel?

Die für Fundament, Turm und die technische Ausstattung verwendeten Materialien Beton und Metalle können vollständig recycelt und für andere Zwecke wiederverwendet werden, z.B. im Straßenbau. Verbundwerkstoffe für Gondel und Rotorblätter (Glasfaserverstärkte Kunstharze – kurz GFK) können energetisch und stofflich verwertet werden.

 

Wer zahlt die Kosten für den Rückbau der Windräder?

Eine Windenergieanlage kann nur genehmigt und gebaut werden, wenn bereits vor dem Bau nachgewiesen ist, dass die Kosten für den Rückbau vorhanden und hinterlegt sind. Dies wird über eine Bürgschaft abgesichert. Hier werden die Kosten nach aktuellem Stand der Technik sehr großzügig abgeschätzt. Mit der Weiterentwicklung der Recycling Technologie ist davon auszugehen, dass die Kosten eher sinken werden. Mit diesem Vorgehen kann sichergestellt werden, dass die Windenergieanlagen nach Ende der Betriebszeit rückstandslos rückgebaut werden können.

 

Beinhaltet der Rückbau auch den Sockel?

Die Kosten für den Rückbau beinhalten selbstverständlich alle Kosten, auch die für den Rückbau des Fundamentes. Eine weitere Waldrodung ist nicht vonnöten, vielmehr kann die baumfreie Fläche nach dem Rückbau vollständig wieder aufgeforstet werden.

Technik / Effizienz / Flächennutzung

Müssen für den "Stromabtransport" weitere Hochspannungsnetze bzw. Umspannwerke vor Ort gebaut werden? Wie soll das Mittel- bzw Hochspannungsnetz aussehen?

Diese Frage kann mit einem klaren Nein beantwortet werden. Es werden lediglich die Erdkabel von den Windrädern zum Einspeisepunkt, dem Umspannwerk Sauerlach, verlegt, wo dann der Strom ins bestehende Stromnetz eingespeist wird. Weitere Maßnahmen sind nicht nötig.

 

Wie hoch ist der CO2-Aufwand zur Herstellung einer Windkraftanlage sowie für dessen Entsorgung?

Die Herstellungsenergie einer Windenergieanlage liegt bei ca. 3.500 MWh. Bei einem erwarteten Ertrag von ca. 7.000 MWh pro Jahr hat sich die Anlage demnach bereits bei 6 Monaten energetisch amortisiert.  

 

Wie hoch sind die Windräder?

Der Turm mit Rotorblatt wird eine Gesamthöhe von ca. 240 m haben.

 

Warum stehen Windräder manchmal?

Gelegentlich können Windräder auch abgeschaltet werden, sollte ein Überangebot an konventionellem Strom im Netz sein. Dies wird zukünftig jedoch weniger werden, da ein optimiertes und leistungsfähiges Netz zukünftig mehr Windstrom aufnehmen und Angebot und Nachfrage besser miteinander in Einklang wird bringen können.

Manchmal stehen Windräder aber auch, da einfach nicht genügend Wind weht. Wartungen und Reparaturen sind ein häufiger Grund für zeitweise Abschaltungen. Stillstände können auch zum Schutz der Vögel und Fledermäuse zu Brut- und Ausflugszeiten sein.

Wir gehen zudem davon aus, dass still stehende Windräder immer seltener zu finden sein werden, da aktuell nicht benötigter Strom alternativ für die Produktion von grünem Wasserstoff verwendet werden könnte.

Lärm / Infraschall

Ist Infraschall für die Menschen gesundheitsschädlich?

Wir verweisen hier auf eine Ausarbeitung des bayerischen Landesamts für Umwelt

Fazit: Da die von Windenergieanlagen erzeugten Infraschallpegel in der Umgebung (Immissionen) deutlich unterhalb der Hör- und Wahrnehmungsgrenzen liegen, können nach heutigem Stand der Wissenschaft Windenergieanlagen beim Menschen keine schädlichen Infraschallwirkungen hervorrufen. Gesundheitliche Wirkungen von Infraschall sind erst bei sehr hohen Pegeln zu erwarten, die dann im Allgemeinen auch wahrnehmbar sind. Nachgewiesene Wirkungen von Infraschall unterhalb dieser Schwellen liegen nicht vor".

 

Gibt es bereits ein Schallimmissionsgutachten?

Ein Schallimmissionsgutachten liegt vor und war Voraussetzung für die erfolgte Genehmigung. Demzufolge ist nicht mit Beeinträchtigungen der Bürger zu rechnen.

Standort Wald

Warum der Standort im Wald?

Der Standort im Wald ist aufgrund der bestehenden 10-H-Regelung in Bayern in den Fokus gerückt. Der Hofoldinger Forst ist eine der wenigen Flächen Bayerns bei der ein Abstand von mehr als 2.500 m von der nächsten Wohnbebauung eingehalten werden kann. Flächen außerhalb der 10-H-Flächen sind nicht privilegiert und erfordern eine Bauleitplanung der Gemeinde. Projekte mit weniger Abstand zu Wohnbebauung haben häufig mit Akzeptanzproblemen vor Ort zu kämpfen, deshalb haben sich die Gemeinde dafür entschieden, die Standorte in Wald beizubehalten.

 

Ist eine Ersatzaufforstung geplant?

Ja, der Eingriff in die Natur erfordert Ersatzzahlungen und eine Ersatzaufforstung in Höhe von ca. 1,2-mal der Rodungsfläche direkt am Forst. Pro Windanlage müssen dauerhaft 2.500 qm gerodet und ausserhalb wieder aufgeforstet werden.

 

Landschaftsbild

Wer bekommt die Ersatzgeldzahlung für den Eingriff ins Landschaftsbild?

Diese Gelder müssen vom Projektierer an den bayerischen Naturschutzfonds geleistet werden. Diese sind somit in dem Gesamtprojektkosten fest mit eingeplant. Das Geld kann dann wiederrum vor Ort für Naturschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen verwendet werden. Über die Verwendung entscheidet das örtlich zuständige Landratsamt (untere Naturschutzbehörde). Anregungen und Vorschläge leiten wir gerne weiter.

Artenschutz

Wie schnell lässt sich ein Windrad abschalten – aus vollem Betrieb? Wie lange dauert es bis zum Stillstand der Rotoren?

Das Abschalten ist innerhalb kürzester Zeit (wenige Sekunden) möglich. Dabei werden die Flügel eingedreht, sodass die Windströmung abreißt und das Windrad sofort zum Stehen kommt.

 

Sind nachtaktive Vögel wie Uhu, Eule sowie Fledermäuse durch die Windenergieanlagen gefährdet? 

Hier wird zwischen Vögeln und Fledermäusen unterschieden: Nachtaktive Vögel (Eulen und Käuze etc.) wurden in mehreren Begehungen nachts detailliert untersucht.

Fledermäuse wurden ebenfalls untersucht. Hier lag der Schwerpunkt aber auf den Quartieren am Boden, sodass sichergestellt werden kann, dass im Rahmen des Baus keine wertvollen Strukturen und Strukturverbünde zerstört werden. Die Sicherheit der nachts auf Rotorhöhe fliegenden Fledermäuse wird durch ein Gondelmonitoring (Aufzeichnung aller Rufe in Rotorhöhe) während der ersten beiden Betriebsjahre und durch einen daraus abgeleiteten Abschaltalgorithmus während der gesamten Betriebsdauer sichergestellt. Durch den Abschaltalgorithmus wird das Windrad bei fledermausfreundlichen Bedingungen (wenig Wind, warme Temperaturen, kein Niederschlag) nachts konsequent abgeschaltet.

 

Was wird bei der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung untersucht?

Die Untersuchungen decken alle Teilbereiche ab. Es wird untersucht, welche Vögel und Tierarten im Forst vorkommen. Es wird geklärt, welche Tiere gefährdet sein könnten. Zudem wird auch der Eingriff in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild bewertet.

 

Werden Lebensräume von Tieren und Vögeln durch den Bau und den Betrieb der Anlagen gestört oder vernichtet?

Der Bau eines Windrads bedeutet, wie jedes andere Bauprojekt, zweifelsohne einen Eingriff in den Naturhaushalt.
ABER: selbstverständlich wird schon beim Bau auf den Schutz der Tiere geachtet. So wurde beispielsweise untersucht, ob es ein Haselmausvorkommen vor Ort gibt. Da dies der Fall ist, kommen Bauzeitenbeschränkungen zum Tragen. Wald (und damit Lebensraum), der für die Baufelder weichen muss, wird an anderer Stelle neu aufgeforstet. Und auch der Standort für das Windrad in Aying wurde verschoben, um auf das Brutverhalten des dort vorkommenden Wespenbussards Rücksicht zu nehmen.

Wasserschutzgebiet

Wie wird die Wasserreinheit bei Tiefbauarbeiten im Wasserschutzgebiet (Auf- und Rückbau) sichergestellt?

Windenergie und Wasserschutz stehen sich nicht grundsätzlich entgegen, eine Windenergieanlage bedeutet keine Gefährdung des Grundwasserschutzes. Aber um Baumaßnahmen im Wasserschutzgebiet durchzuführen bedarf es der genauen Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Landratsamt. So wird ein Maßnahmenpaket zum Schutz des Wassers erstellt. So können beispielsweise zusätzliche Grundwassermessstellen errichtet werden.

Immobilienpreise

Werden die Windenergieanlagen Einfluss auf die Immobilienpreise haben?

Bisherige wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Windkraftanlagen keinen negativen Einfluss auf Immobilienpreise haben.